Editorial

IUSPLUS

Beruf + Politik

pdf Die Vergütung der ärztlichen Schwangerenvorsorge nach den Mutterschaftsrichtlinien – aktuelle Entwicklungen

Seite 460 – 463
Über die Betreuung Schwangerer gemäß den Mutterschaftsrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und die Vergütung der Leistungen der Frauenärzte und Hebammen in der Kooperation wird bereits seit längerer Zeit diskutiert. Zusätzlichen Aufwind bekommt die Debatte über die ärztliche Vergütung angesichts der Urteile des Bundessozialgerichts vom 11. Februar 2015, die sich mit der Situation des Vertragsarztwechsels durch die Schwangere im laufenden Quartal befasst haben.

pdf Frühgeburtsprävention mittels pH-Selbstuntersuchung?

Pro + Kontra
Seite 464 – 469

Das im Jahr 2000 von den UN, der Weltbank, dem IWF, der OECD u. a. gesteckte vierte Millenniumsziel einer Reduktion der kindlichen Mortalität vor Abschluss des 5. Lebensjahres um zwei Drittel bis 2015, wurde bekanntlich verfehlt: 2015 starben in dieser Gruppe noch 5,9 Mio. Kinder, darunter 2,7 Mio. in der Neonatalperiode. Im Detail waren dabei in 1,055 Mio. Fällen Frühgeburtskomplikationen, in 0,921 Mio. Fällen Erkrankungen an Pneumonie und in 0,691 Mio. Fällen Geburtskomplikationen als ursächlich registriert (1). Es steht damit außer Frage, dass trotz aller Erfolge ein Schwerpunkt sowohl medizinisch-wissenschaftlicher als auch sozialpolitischer Bemühungen weiterhin gerade bei der Frühgeburtlichkeit zu setzen ist. Die Autoren des Beitrags „Frühgeburtsvermeidung mittels Selbstuntersuchung“ wollen die Schwangerschaft nicht zur Krankheit, Geburt nicht zum operativen Eingriff erklären. Sie erheben das „Salus neonatorum“ zum „suprema lex“ (S. 465). Man kann diesen Zielen der Autoren leicht beipflichten. Es sind Ziele, die jeder in der Geburtshilfe tätige Arzt haben sollte und die demzufolge auch wenig Widerspruch zur Folge haben dürften. Allerdings verhält es sich, was den Widerspruch betrifft, mit der pH-Selbstmessung zur Frühgeburtsprävention ganz anders.

Diagnostik + Therapie

pdf Medikamentöse Präventionsstrategien der Präeklampsie

Stand der Forschung
Seite 470 – 475

Erkenntnisse aus der Forschung der vergangenen zwei Jahrzehnte haben zwei Grundvoraussetzungen zur prophylaktischen medikamentösen Intervention der Präeklampsie geschaffen: eine relativ hohe Prädiktionsrate durch Multi-Marker-Algorithmen sowie ein zunehmendes Verständnis in der Pathophysiologie involvierter molekularer Mechanismen. ASS ist hierbei das weiterhin bestuntersuchte Medikament, bei dem ein Nutzen zur Prävention bewiesen ist. Andere Medikamente wie Metformin und Statine beinhalten hohes Potenzial. Ihre Wertigkeit wird aktuell in klinischen Studien überprüft. Es ist zu erwarten, dass sich hierdurch zukünftig etwa jede zweite Präeklampsie verhindern lassen wird.

pdf Endometriose: Strukturierte Diagnostik als Basis der Behandlungsstrategie

Seite 476 – 479
Endometriose ist häufig mit den klassischen Symptomen sekundäre analgetikapflichtige Dysmenorrhoe, tiefe Dyspareunie, chronische Unterbauchschmerzen und Beschwerden bei Miktion und/oder Defäkation assoziiert. Mitunter ist die Symptomatik aber unspezifisch und heterogen und dann kann Endometriose eine klinisch schwer fassbare Erkrankung bleiben, weshalb der Anamnese und Diagnostik eine besonders wichtige Rolle zukommt: einerseits für die Früherkennung von Endometriose, andererseits für die Einschätzung des Erkrankungsausmaßes im kleinen Becken. Durch gezielte Anamnese-Erhebung und gründliche Diagnostik – insbesondere dynamische Ultraschalldiagnostik – kann eine präzise Einschätzung über die Lokalisation, die Größe und das Ausmaß der Organinfiltration der Endometrioseläsionen getroffen werden.

pdf Kasuistisches Management bei intraurethraler Lage eines transobturatorischen Bandes

Seite 481 – 483
Wir beschreiben im Folgenden den Fall einer zunächst unerkannten intraurethralen Lage eines transobturatorischen Bandes. Der Bericht soll den Leser an die Möglichkeit einer solchen Komplikation denken lassen und auf den hohen Stellenwert der Sonografie in der Diagnostik verweisen. Der hier beschriebene operative Ansatz zur vollständigen Entfernung des Fremdmaterials ist minimal invasiv und, durch den Verzicht auf eine langstreckige Eröffnung der Urethra, weitestgehend gewebeschonend. Dieser Fall soll motivieren, Komplikationen an einem spezialisierten Zentrum therapieren zu lassen, um zukünftig ein standardisiertes Vorgehen etablieren zu können, das im Konsens mit der vorhandenen Literatur steht. Dadurch lässt sich langfristig das Komplikationsmanagement verbessern.

Fortbildung + Kongress

pdf Vertraulichkeitsschutz für Teenager beim Frauenarzt

Kommentar der Arbeitsgruppe Sexualmedizin des Berufsverbands der Frauenärzte e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft (DGSMTW)
Seite 484 – 487
Viele Gynäkologen kennen die Situation, dass Elternteile, vorwiegend Mütter, bei der gynäkologischen Untersuchung ihrer Töchter im Untersuchungsraum anwesend sein möchten. Mitunter bestätigen die Jugendlichen bzw. Teenager diesen Wunsch der Mütter oder älteren Schwester (seltener älterer Brüder und Väter).

pdf Descensus genitalis bei der jungen Frau: ein ungelöstes Problem?

Resultate einer Umfrage unter AGUB-Mitgliedern
Seite 488 – 491
Einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Descensus genitalis ist das Alter, sodass in den meisten operativen Studien junge Frauen unterrepräsentiert sind. Wegen der höheren Rezidivneigung und der anderen Lebensumstände bezüglich körperlicher Aktivität, beruflicher Belastung, Sexualität und Familienplanung als bei Älteren stellen diese Frauen eine besondere Herausforderung dar. Um die Therapieziele und -ansätze engagierter Urogynäkologen in diesem besonderen Patientenkollektiv zu analysieren, wurde eine Online-Umfrage unter AGUB-Mitgliedern durchgeführt, die im Folgenden dargestellt wird.

pdf Serie Hormonsprechstunde: Wechsel von Tamoxifen auf einen Aromatasehemmer bei einer 48-jährigen Patientin

Seite 492 – 495

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

pdf Symptomatischer Uterus myomatosus – Zielgerichtete medikamentöse Therapie

Seite 497 – 503
Am 14.12.2016 kamen in Frankfurt am Main Gynäkologen aus dem niedergelassenen Bereich sowie der Klinik zu einem Expertenmeeting zusammen, um ein Konsensuspapier zur Myomtherapie in der gynäkologischen Praxis zu erarbeiten. Insbesondere die neuen Aspekte einer zielgerichteten medikamentösen Therapie standen dabei im Fokus.

pdf Serie Impfpraxis

Seite 504 – 505
In der Praxis des Impfarztes hat sich gezeigt, dass oft kleine Fragestellungen und Unsicherheiten im Umgang mit Impfungen zu unnötigen Verzögerungen im Praxisablauf führen. Häufig sind es Fragen, an die man vorher gar nicht gedacht hat, die einem unvorbereitet im vollen Praxisbetrieb begegnen, wo keine Möglichkeit zur schnellen Beantwortung besteht oder Zeit zum eigenen Quellenstudium verfügbar ist. In solchen Fällen ist Rat durch fachkundige Kollegen hilfreich. Die AG Impfen des BVF bietet Kollegen deshalb eine Beratung zu Impffragen über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder die Website www.gyn-netz.de an. Fragen von allgemeinem Interesse werden in regelmäßiger Folge im FRAUENARZT authentisch und anonymisiert veröffentlicht. Die AG Impfen möchte so dazu beitragen, dass sich immer mehr gynäkologische Praxen zu Impfkompetenzzentren entwickeln.

Die DGGG informiert

pdf Aktuelles Kursangebot des Jungen Forums

Seite 522 – 523
Ein wichtiges Anliegen des Jungen Forums ist die beständige Entwicklung und Verbesserung der Weiterbildung in der Facharztausbildung. Wünschenswert wäre eine adäquate Weiterbildung innerhalb der Kliniken bzw. Praxen mit Weiterbildungsermächtigung. In der Realität ist dies oft durch die zunehmende Arbeitsbelastung, ein fehlendes Weiterbildungsangebot und die unterschiedlichsten Arbeits- und Dienstzeitmodelle erschwert.

Praxis + Ökonomie

pdf Kunst, Farbe und Licht

Warum das Erscheinungsbild in der Arztpraxis so wichtig ist
Seite 529 – 531
Kunst in der Praxis sollte Teil eines durchdachten Konzepts sein. Es bewahrt einen davor, einfach irgendwas aufzuhängen oder aufzustellen, nur weil sich gerade eine Wand oder eine Stellfläche in der Praxis dafür anbieten. Kunst in der Kombination mit Farbe und Licht bestimmt das Erscheinungsbild Ihrer Praxis und ist Ausdruck der Corporate Identity. Wie werden diese drei Komponenten erfolgreich Teil eines ausgeklügelten und erfolgreichen Konzepts? Indem man sie genau durchdenkt, sich dafür Zeit lässt, sich Hilfe holt und einige Tipps befolgt, wie in diesem Beitrag beschrieben.