Editorial

Diagnostik + Therapie

pdf Thrombotische Mikroangiopathie und Schwangerschaft

Seite 10 – 15
Eine thrombotische Mikroangiopathie (TMA) ist ein Syndrom, das klinisch durch die Trias einer mikroangiopathischen hämolytischen Anämie (MAHA), Thrombopenie und Organmanifestation (besonders häufig Nieren- und ZNS-Beteiligung) gekennzeichnet ist. Im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft treten drei mit einer TMA einhergehende Erkrankungen gehäuft auf: die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), das HELLP-Syndrom und das atypische hämolytisch-urämische Syndrom (aHUS). Da diese Erkrankungen sich klinisch ähnlich manifestieren können, Pathophysiologie und Therapie aber unterschiedlich sind, ist die richtige Diagnosestellung wichtig. Im Folgenden zeigen wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Pathophysiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie dieser drei schwangerschaftsassoziierten TMA-Hauptformen auf.

pdf Zwerchfellendometriose: Schwierige Diagnostik – komplexe Therapie

Schwierige Diagnostik – komplexe Therapie
Seite 16 – 20
Eine Endometriose im Bereich des Zwerchfells ist selten, und da häufig diaphragmaspezifische Beschwerden fehlen, stellt die Diagnostik eine Herausforderung dar. Die Zwerchfellendometriose ist meist mit einer Beckenendometriose vergesellschaftet, sodass bei intraoperativem Nachweis einer Endometriose eine genaue Inspektion durch den Operateur wichtig ist, um diese Fälle zu detektieren. Bei der komplexen operativen Therapie der Zwerchfellendometriose empfiehlt sich eine Entfernung aller vorhandenen Endometrioseherde.

Fortbildung + Kongress

pdf WHI-Studie: Beobachtungsstudien müssen berücksichtigt werden

Eine aktuelle Bewertung durch den Zürcher Gesprächskreis
Seite 22 – 25
Kürzliche Publikationen von Autoren der Women‘s Health Initiative (WHI)-Studie veranlassten Fachgesellschaften wie Medien wieder einmal, über diese wohl in der medizinischen Literatur bekannteste Studie zu diskutieren, obwohl man meinen könnte, nach über 20 Publikationen sei alles ausgewertet. In der Tat finden sich aber immer wieder neue Aspekte, die in der Summe klar darstellen, dass die Studie anfangs auch von den Autoren falsch bewertet wurde. Um Nutzen und Risiken auch für die jüngere Altersgruppe sowie für andere als die in der WHI geprüfte Menopausale Hormontherapie (MHT) bewerten zu können, müssen auch Beobachtungsstudien herangezogen werden, mit bemerkenswerten neuen Ergebnissen.

pdf Möglichkeiten antidepressiver Maßnahmen in der Frauenarztpraxis

Seite 26 – 29
Die Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen ist keine primäre Aufgabe von Frauenärzten, doch werden diese bei ihrer Arbeit immer wieder mit psychischen Erkrankungen und deren Auswirkungen auf den Verlauf gynäkologischer Erkrankungen, auf Schwangerschaft, Geburt und Postpartalzeit konfrontiert. Dieser Beitrag soll dazu ermutigen, sich im Interesse der betroffenen Frauen und ihrer Kinder in dieses Thema einzuarbeiten.

pdf Serie Hormonsprechstunde: Subklinische Hypothyreose und Galaktorrhoe bei einer Patientin unter einem kombinierten Kontrazeptivum

Seite 30 – 32

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

pdf Invasive Pränataldiagnostik: Abortrisiken reevaluiert

Seite 33 – 35
Neuere Daten zu den Eingriffsrisiken von Amniozentese und Chorionzottenbiopsie führen dazu, dass sich ein Paradigmenwandel der pränatalmedizinischen Aufklärung abzeichnet – mit praktischen Konsequenzen für die Beratungssituation.

pdf Migräne und Hormone

Seite 36 – 39
Frauen sind weitaus häufiger von Migräne betroffen als Männer, was schon auf die Bedeutung von Sexualhormonen bei dieser Erkrankung hinweist. Welche Rollen spielen Hormone im Zusammenhang mit Migräne – bei der Entstehung, als Risikofaktor, aber auch bei Prophylaxe und Therapie?

pdf Die Menopause – Herausforderung, Risiko oder Chance. Bericht von der Jahrestagung 2017 der Deutschen Menopause Gesellschaft e.V.

Seite 40 – 43
Die Menopause ist und bleibt eines der wichtigsten Themen in der gynäkologischen Praxis. Das zeigte auch dieses Mal wieder die Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft e. V. (DMG) unter dem Motto „Die Menopause – Herausforderung, Risiko oder Chance“, zu der am 17. und 18. November 2017 rund 450 Teilnehmer nach Frankfurt gekommen waren.

Bücher / Medien

Der BVF informiert

pdf Ministerin mahnt Anstrengungen zur Senkung zu hoher Kaiserschnittraten an

Bericht vom 38. Saarländischen Gynäkologentag
Seite 62 – 63
Der 38. Saarländische Gynäkologentag fand dieses Jahr am 25.11.2017 im Congress Centrum Saarbrücken statt. Die Resonanz bei den Teilnehmern und der Industrie war durchweg positiv. Von Seiten der Industrie wurde die Veranstaltung mit mehr als 40 Ausstellern unterstützt, insgesamt kamen 250 Teilnehmer, überwiegend aus dem ärztlichen Bereich, aber auch wieder mehr als 30 MFAs zu dem schon traditionellen MFA-Workshop.

pdf Der neue BVF-Vorstand für die Amtsperiode 2018 bis 2021 stellt sich vor

Die Vertreterversammlung des BVF hat am 23. 09. 2017 den neuen Vorstand für die Amtsperiode von 2018 – 2021 gewählt. Neben den bekannten gibt es dieses Mal auch neue Gesichter.

Die DGGG informiert

pdf S2k-Leitline „Autologe Fettransplantation“

Eine zusammenfassende Übersicht der aktuellen Empfehlungen
Seite 65 – 68

Die Transplantation von autologem Fettgewebe wird sowohl zur Behandlung von traumatischem, krankheits- oder altersbedingtem Verlust von Weichteilgewebe angewendet als auch zur Weichteilaugmentation eingesetzt. In den letzten Jahren nahmen der Einsatz dieser Methode und die Bedeutung enorm zu, so dass bei bis vor kurzem fehlenden Empfehlungen diesbezüglich eine konsensbasierte Leitlinie von den anwendenden Fachrichtungen erstellt wurde. Im Folgenden sind wesentliche Inhalte zusammengefasst.

Praxis + Ökonomie

pdf Abrechnung von Speziallaborleistungen – wann liegt Abrechnungsbetrug vor?

Seite 73 – 75
Basislaboruntersuchungen (Abschnitt M II GOÄ) sind „laborgemeinschaftsfähig“ und können von Mitgliedern einer Laborgemeinschaft als eigene Leistungen abgerechnet werden, wenn die Leistungen dort „nach fachlicher Weisung unter Aufsicht eines anderen Arztes der Laborgemeinschaft“ erbracht wurden (vgl. § 4 Abs. 2, S. 2 GOÄ). Speziallaborleistungen (Abschnitt M III/IV GOÄ) hingegen kann der niedergelassene Arzt auch als Mitglied einer Laborgemeinschaft nur dann selbst abrechnen, wenn es sich dabei um seine „eigenen Leistungen“ handelt, wobei es genügt, dass die Analytik in der Laborgemeinschaft „unter seiner Aufsicht nach fachlicher Weisung erbracht wurde“ (§ 4 Abs. 2, S. 1 GOÄ).