Editorial

IUSPLUS

Beruf + Politik

pdf Impfen - eine individuelle Entscheidung?

Seite 636 – 639

Impfungen, gegen Masern wie gegen HPV, dienen sowohl dem eigenen Schutz als auch dem Wohlergehen Anderer. Daraus leitet sich schon diesseits gesetzlicher Zwänge eine moralische Impfpflicht ab, die auch von ärztlicher Seite praktisch umgesetzt werden muss.

 

 

 

Diagnostik + Therapie

pdf Fallberichte: Ballontamponade bei schweren Blutungen kleiner Uteri

Zweckentfremdeter Einsatz eines Zervixreifungsballons bei Abort
Seite 640 – 642

Im Zusammenhang mit Fehlgeburten, puerperalen uterinen Residuen oder gynäkologischen intrauterinen Eingriffen kann es zu schweren Blutungen aus dem Cavum uteri kommen, die in seltenen Fällen eine Hysterektomie erfordern. Es liegt nahe, die klinischen Erfahrungen der postpartalen Uterus-Ballontamponade bei schwerer Atonie auch auf diese gynäkologischen Notfallsituationen zu übertragen. Bei einem dann jedoch meist kleinen Uterusvolumen sind die kommerziell verfügbaren, für den unmittelbar postpartalen Einsatz konzipierten Ballontamponadesysteme überdimensioniert und somit nicht anwendbar.

 

pdf Phänotyp der Frühgeburt, postnatale Inflammation und neurologisches Outcome

Seite 644 – 647

Die Frühgeburt ist eine Herausforderung für Perinatologie und Pädiatrie. Vor allem die langfristigen Konsequenzen für Frühgeborene sind eines der Hauptprobleme. Frühchen weisen bis ins Erwachsenenalter ein Risikoprofil auf, welches sich von dem Nicht- Frühgeborener deutlich unterscheidet. Oft wird das Konzept der „Frühgeburt“ aus pragmatischen Gründen vereinfacht über das Geburtsgewicht oder das Gestationsalter definiert. Im Folgenden wird im Gegensatz dazu das Thema der phänotypbasierten Klassifikation der Frühgeburt diskutiert.

 

pdf Behandlung des frühen Mammakarzinoms: St.-Gallen-Konsensuskonferenz 2019: Meinungsbild deutscher Experten

Teil 2: Chemotherapie
Seite 648 – 654

Ziel der alle zwei Jahre stattfindenden St.-Gallen-Konsensuskonferenz zur „Behandlung des frühen Mammakarzinoms“ ist es, einen internationalen Konsens für den klinischen Alltag zu formulieren. Der St.-Gallen-Konsensus basiert auf dem Mehrheitsvotum eines international zusammengesetzten Experten-Panels. Da die Panelisten unterschiedliche Fachgebiete und Länder mit unterschiedlichen Gesundheitssystemen und Ressourcen repräsentieren, kommentiert eine deutsche Arbeitsgruppe die Abstimmungsergebnisse der St.-Gallen-Panelisten schon seit einigen Jahren vor dem Hintergrund der deutschen Therapieempfehlungen, speziell der jährlich aktualisierten Empfehlungen der Organkommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) (1). Im vorliegenden zweiten Teil der deutschen Kommentierung stehen die Abstimmungen zur Chemotherapie im Fokus.

 

Fortbildung + Kongress

pdf Zyklus-Apps, smarte Armbänder & Co: Ist das die Verhütung der Zukunft?

Seite 656 – 660

Der weibliche Zyklus wird heute via Smartphone-App aufgezeichnet, umfunktionierte Fitness-Armbänder sollen die fertile Phase messen können. Die amerikanische Arzneimittelbehörde lässt eine Verhütungs-App zu, die die fertile Phase vorhersagt. Vieles ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Unabhängige, seriöse Studien fehlen weitgehend. Mit Messsystemen konnektierte Apps experimentieren mit neuen Parametern. Eine sehr sichere Verhütung durch Beobachtung der fertilen Phase im aktuellen Zyklus ist nach einer Empfehlung der Sektion Natürliche Fertilität der DGGEF derzeit nur mit bestimmten Varianten der Natürlichen Familienplanung (NFP) möglich. Einige Apps sind mit diesen Methoden programmiert. Die Zukunft könnte der einfachen und präzisen Feststellung des fertilen Fensters mittels Künstlicher Intelligenz (KI) gehören.

 

pdf Unerfüllter Kinderwunsch - was bringt die Vaginom-Diagnostik?

Seite 662 – 665

Die Prävalenz der ungewollten Kinderlosigkeit wird in Deutschland auf etwa 15 %der Paare geschätzt. Genitale Infektionen gehören zu den bekannten Ursachen der Sterilität bzw. Infertilität. Es gibt zahlreiche Arbeiten, die sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Keime bzw. welche infektiologischen Faktoren für die Fertilität der Frau tatsächlich eine Relevanz besitzen. Die Ergebnisse sind zum Teil heterogen.

 

pdf Jod in der Schwangerschaft

Eine ausreichende Jodversorgung ist schon ab der Konzeption von Bedeutung
Seite 666 – 668

Eine ausreichende Jodversorgung spielt ab der Konzeption für einen positiven Schwangerschaftsverlauf, das frühe embryonale und spätere fetale Wachstum sowie für die zerebrale Entwicklung des Kindes eine entscheidende Rolle (1–3). Bei Kinderwunsch und zu Schwangerschaftsbeginn ist eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion sinnvoll. Generell sollte das Schilddrüsen-Screening als fester Bestandteil der Vorsorge in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen werden.

 

pdf Serie Hormonsprechstunde: Pubertätsinduktion bei Turner-Syndrom

Seite 670 – 672

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

 

pdf DMG-Newsletter Oktober 2019: Und eine HRT "macht" doch Brustkrebs!?

Eine Stellungnahme von Prof. Dr. Petra Stute, Präsidentin der Schweizerischen Menopausengesellschaft und Vorstandsmitglied der Deutschen Menopause Gesellschaft e.V.
Seite 673 – 675

pdf Neue STIKO-Empfehlungen veröffentlicht

Seite 676 – 677

Jedes Jahr werden im Heft 34 des Epidemiologischen Bulletin die neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am RKI (STIKO) veröffentlicht. Die diesjährigen Empfehlungen enthalten nur wenige Änderungen, die bereits wegen vorheriger Veröffentlichungen erwartet wurden: Es handelt sich um die Einbeziehung der Herpes-zoster-Impfung in den Impfkalender, die Erweiterung der FSME-Risikogebiete und die Postexpositionsprophylaxe bei Haemophilus influenzae Typ B, die uns als Frauenärzte nur marginal betrifft. Die immer noch übliche Anwendung von Td-Impfstoffen bei Arbeitsunfällen und in Kliniken könnte durch einen neuen Verweis auf die Kostenübernahme der Tdap-Impfung vielleicht ein Ende finden.

 

pdf Influenza- und Pertussis-Impfung bei Schwangeren

Die Ergebnisse der FRAUENARZT-Umfrage sind veröffentlicht
Seite 678

Im September 2017 wurden niedergelassene GynäkologInnen über den FRAUENARZT zur Teilnahme an einer Befragung zur Influenza und Pertussis-Impfung während der Schwangerschaft eingeladen. Die Befragung des Robert Koch-Instituts wurde in Zusammenarbeit mit dem BVF durchgeführt. Die Ergebnisse sind nun publiziert, die Wichtigsten sind im Folgenden zusammengefasst.

 

pdf Serie Impfpraxis

Seite 680 – 681

In der Praxis des Impfarztes hat sich gezeigt, dass oft kleine Fragestellungen und Unsicherheiten im Umgang mit Impfungen zu unnötigen Verzögerungen im Praxisablauf führen. Häufig sind es Fragen, an die man vorher gar nicht gedacht hat, die einem unvorbereitet im vollen Praxisbetrieb begegnen, wo keine Möglichkeit zur schnellen Beantwortung besteht oder keine Zeit zum eigenen Quellenstudium verfügbar ist. In solchen Fällen ist Rat durch fachkundige Kollegen hilfreich. Die AG Impfen des BVF bietet Kollegen deshalb eine Beratung zu Impffragen über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Fragen von allgemeinem Interesse werden in regelmäßiger Folge im FRAUENARZT authentisch und anonymisiert veröffentlicht. Die AG Impfen möchte so dazu beitragen, dass sich immer mehr gynäkologische Praxen zu Impfkompetenzzentren entwickeln.

 

pdf Hilfe für Frauen nach Gewalterfahrung: Projekt vertrauliche Spurensicherung. Projektbericht und Fortbildung im Saarland

Teil 2: Vertrauliche Spurensicherung - wie?
Seite 682 – 683

In Teil 1 dieses Beitrags, erschienen in FRAUENARZT 9/2019, wurde das Projekt der vertraulichen Spurensicherung (VSS) im Saarland vorgestellt. In Teil 2 folgt nun ein Überblick über die Inhalte des Fortbildungs-Curriculums, das Zusatzkenntnisse in psychologischer Betreuung und forensischer Dokumentation sowie juristisches und soziologisches Hintergrundwissen vermittelt. Darüber hinaus wird auf die Bedeutung von Kliniken wie auch Praxen für das Angebot der VSS eingegangen sowie auf mögliche Fallstricke hingewiesen, die sich im Lauf des Projekts gezeigt haben.

 

Der BVF informiert

pdf Ministerin Anne Spiegel fordert noch mehr Engagement gegen Genitalverstümmelung

Bericht vom ersten gemeinsamen Gynäkologentag der Landesverbände Rheinland-Pfalz und Hessen
Seite 695 – 696

Beim Thema Frauengesundheit hat die rheinland-pfälzische Frauenministerin Anne Spiegel klare Worte gefunden. Insbesondere der Kampf gegen Genitalverstümmelung sowie der Einsatz für die Streichung des Paragrafen 219a sind ihr wichtige Anliegen, berichtete sie bei der Eröffnung des Gynäkologentages Rhein-Main in Mainz, den die Landesverbände Rheinland-Pfalz und Hessen des BVF erstmals gemeinsam veranstaltet haben.

 

Die DGGG informiert

pdf Junges Forum: Four Countries Meeting in München

Seite 697

Am 16. und 17. Mai 2019 fand in München das traditionsreiche Four Countries Meeting (4CM) statt. Delegierte der wissenschaftlichen Fachgesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden trafen zusammen, um über nationale Unterschiede, gemeinsame Entwicklungen und nicht zuletzt die gemeinsame Zukunft und die damit verbundenen Herausforderungen zu diskutieren.

 

Der BVF informiert