Editorial

Beruf + Politik

pdf Ab 2024 droht eine Verschärfung der Unterversorgung in der Geburtshilfe - hausgemacht durch ein Bundesgesetz

Offener Brief der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sowie des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF)
Seite 418 – 421

pdf Feminisierung in der Gynäkologie

Seite 422 – 425

Ein hauptsächlich von Frauen bevorzugtes medizinisches Fach wurde in Zeiten mangelnder politischer Korrektheit schlicht als „Frauenfach“ bezeichnet.

Diagnostik + Therapie

pdf FAS IV/Non-PCO-PCOS: Spontane Schwangerschaft nach metabolischer Chirurgie

Literaturübersicht und Fallbericht
Seite 426 – 431

Am Beispiel einer Patientin mit langjährigem unerfülltem Kinderwunsch, Oligo-Amenorrhoe und „PCOS mit metabolischem Syndrom ohne polyfollikuläre Ovarien“ (funktionell androgenisierendes Syndrom FAS IV) wird im Folgenden der Einsatz der metabolischen Chirurgie aufgezeigt. Ergänzend werden der aktuelle Wissensstand
über FAS IV/PCOS mit metabolischem Syndrom, die metabolische Chirurgie bei Frauen mit Kinderwunsch und die Betreuung der danach eingetretenen Schwangerschaften dargestellt.

pdf Tokolyse - wann und wie?

Seite 432 – 436

Die medikamentöseWehenhemmung ist integraler Bestandteil der Prävention der Frühgeburt und gehört nach der Geburtseinleitung zu den häufigsten Maßnahmen in der Schwangerschaft. Unsicherheiten und unterschiedliche Empfehlungen in internationalen Leitlinien bestehen vor allem hinsichtlich der Indikation zur Tokolyse und derWahl des Tokolytikums (4). Die Inhalte der vorliegenden Arbeit stehen in Übereinstimmung mit denen der erst nach Einreichung des Manuskripts erschienenen AWMF-Leitlinie 015/025.

pdf Fallbericht: Couvelaire-Uterus

Seite 437

Eine 28-jährige Erstgravida wurde in der 34+0 SSW mit vorzeitigem Blasensprung, regelmäßiger Wehentätigkeit und periodenstarker Blutung stationär aufgenommen. Der klinisch und bildgebend gestellte Verdacht auf eine vorzeitige Plazentalösung bestätigte sich bei der sekundären Sectio: Es fand sich ein Couvelaire-Uterus als Extremvariante dieser Störung.

pdf Beckenbodenrekonstruktion: Reduktion des Mesh-Einsatzes zur Minimierung netzbedingter Probleme

Seite 438 – 440

Der Umgang mit alloplastischen Implantaten in der Urogynäkologie wird zurzeit lebhaft diskutiert, als Reaktion auf vielfältig aufgetretene Probleme haben weltweit einige Länder den Einsatz von Netzmaterialien eingeschränkt oder sogar verboten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob nicht generell angestrebt werden sollte, so wenig Fremdmaterial wie nötig zu verwenden. Im Folgenden liegt daher der Fokus auf Ansätzen der Rekonstruktion mit Eigengewebe, den Erfahrungen des Autors auf diesem Gebiet und dem Forschungsbedarf zu diesem Thema.

Fortbildung + Kongress

pdf Vitamin-B12-Unterversorung bei einer veganen Ernährung

Gefahren für Mutter und Kind in der Schwangerschaft und nach der Geburt
Seite 442 – 447

Die Zahl der sich vegan ernährenden Frauen hat in Deutschland in den letzten Jahren sehr zugenommen. Im Folgenden werden das Risiko eines Vitamin-B12-Mangels bei einer pflanzlichen Ernährung während Schwangerschaft und Stillzeit und der Einfluss eines Mangels auf die früheste fetale und kindliche Entwicklung erläutert.

pdf Aspekte des antiinfektiösen Managements - Teil 1

Seite 448 – 450

Antibiotic Stewardship (ABS) wird die antiinfektiöse Therapie rational und rationell verbessern, auch in der Frauenheilkunde, in der vergleichsweise weniger auf den häufig nicht möglichen Erregernachweis als auf die Behandlung von Syndromen abgehoben wird. Eine Therapieindikation sollte dabei primär auf wissenschaftlicher Evidenz basieren, wodurch Faktoren wie Tradition, gute Erfahrung, Routine und Meinung relativiert werden, jedoch durchaus komplementär oder als Studienansatz in Betracht kommen können, wenn nicht ethische Normen dem zuwiderlaufen. Dabei ergeben sich in der Geburtshilfe aktuell auch neue Aspekte in der Bewertung der mütterlichen Mikrobiota und der des Neugeborenen, insbesondere hinsichtlich der perioperativen Prophylaxe bei einer primären Schnittentbindung.

pdf Sexualmedizin: Vom Nischenfach zum Teilbereich der Weiterbildungsordnung

Seite 451

Ob es um chronische Erkrankungen, Operationen oder hormonelle Veränderungen geht – täglich behandeln wir Patientinnen mit Störungen, die die Sexualität betreffen, und zwar über alle Lebensabschnitte hinweg.Wir sind somatisch an den Sexualorganen tätig und wenden uns nicht konsequent den Störungen der Sexualität zu – welch ein Widerspruch.

pdf Serie Hormonsprechstunde

Seite 452 – 453

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

Varia

pdf Mammachirurgie und Mammadiagnostik im Widerstreit der Interessen

Seite 468 – 471

Gynäkologen verstehen nichts von Brüsten, „weder wissenschaftlich noch praktisch“, so das Verdikt des Vorsitzenden des Berufsverbandes der Chirurgen Prof. Dr. Wolfgang Müller-Osten in einer Pressemitteilung aus dem Jahr 1984 (1).

Der BVF informiert

pdf Versicherungsservice für Mitglieder im Berufsverband der Frauenärzte (BVF)

Seite 472

Zu den Beratungs- und Serviceleistungen des BVF zählt auch der Bereich der beruflichen Versicherungen.

pdf Die unsäglichen Diskussionen über die Paragrafen 218, 218a und 219a haben sich wieder ausgebreitet

Seite 473 – 475

Wer die Diskussionen zum Schwangerschaftsabbruch aus den achtziger Jahren kennt, meint, es hat sich seit dieser Zeit nichts verändert,bzw. das Rad der Geschichte soll wieder zurückgedreht werden. Das, was die Frauenbewegung seit den achtziger Jahren erreicht hat, soll anscheinend wieder rückgängig gemacht werden.