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FRAUENARZT 03/24

Dokumente

Editorial

Beruf + Politik

pdf Beibehaltung der Verschreibungspflicht für Desogestrel-haltige Verhütungspille ist die richtige Empfehlung

Seite 154 – 156

Der Berufsverband der Frauenärzte e. V. (BVF) befürwortet die wegweisende Empfehlung, eine niedrig dosierte Desogestrel-haltige Verhütungspille nicht aus der ärztlichen Verschreibungspflicht zu entlassen. Die im deutschen Gesundheitssystem verankerte Möglichkeit zur ärztlichen Beratung und Verschreibung von Verhütungsmitteln gewährleistet Patientinnen die notwendige gesundheitliche und kontrazeptive Sicherheit  beim Einsatz von hormonellen Präparaten. Die präventive ärztliche Abklärung von individueller Eignung sowie fachärztlicher Kontrolle und Aufklärung ist auch bei einem niedrig dosierten Gestagen-Hormon empfohlen, um Anwendungsrisiken zu minimieren.

pdf Kontroverse Impfempfehlungen – ein Beitrag zur Förderung der Impfbereitschaft

Seite 158 – 163

Impfungen gehören zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen der Medizin. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf die Impfbereitschaft zählen das Impfwissen und das Vertrauen in die Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen, aber auch in das Gesundheitssystem und die Motive seiner Entscheidungsträger. Unsere Verantwortung als (organisierte) Frauenärzte beschränkt sich nicht auf die individuelle Impfberatung, sie umfasst auch die Förderung der generellen Impfbereitschaft.

pdf Stellungnahme zum Umfang der genetischen Pränataldiagnostik bei auffälligen Ultraschallbefunden

Seite 164 – 167

Angeborene Fehlbildungen werden bei 2–6 % aller Neugeborenen nachgewiesen. Sie sind für 20 % der Totgeburten und Todesfälle in der Peri- und Postnatalperiode ursächlich (1, 2). Ein Teil der angeborenen Fehlbildungen kann im Rahmen der pränatalen Ultraschall-Untersuchung festgestellt werden. Je nach klinischer Ausprägung der Auffälligkeiten und zugrunde liegender Erkrankung variieren der Schwangerschaftsverlauf und die postnatale Entwicklung. Pränatale genetische Befunde sind häufig wegweisend für die differenzialdiagnostische Einordnung und die prognostische Abschätzung fetaler Auffälligkeiten und erlauben im besten Falle eine klare Diagnosestellung. Sie können zum einen die Grundlage für die Entscheidung werdender Eltern über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft (Fortsetzung vs. Abbruch, ggf. pränatale Therapie) und zum anderen die Basis für die Planung des Geburtsverlaufs und des perinatalen Managements bilden.

Diagnostik + Therapie

pdf Vom Winde verweht Folgen der COVID-19- Pandemie für die Frauengesundheit

Seite 168 – 174

„Seuchen sind die sozialsten aller Krankheiten. Sie treffen ganze Gesellschaften, schüren kollektive Ängste und verschärfen soziale Spannungen. […] An der Wahrnehmung und Bekämpfung von Seuchen lässt sich den Aushandlungen sozialer Normen, Hierarchien und Ordnungsvorstellungen im historischen Wandel nachspüren…“schrieb der Historiker Malte Thießen 2015 (1). Die nachfolgende narrative Übersichtsarbeit zu ausgewählten Themen aus unserem Fachgebiet geht der Frage nach, was sich aus den vorhandenen Daten über die Folgen der COVID-19-Pandemie für die Frauengesundheit ablesen lässt.

pdf Fallbericht: Pyoderma gangraenosum

Seite 177 – 178

Eine 61-jährige Patientin stellte sich notfallmäßig mit V. a. einen Mammaabszess der rechten Brust in unserer Klinik vor. Bei mangelndem Ansprechen auf die antibiotische Therapie und rapidem Befundwechsel bis zur Deepithelialisierung der rechten unteren Quadranten innerhalb von vier Tagen wurde letztendlich der Verdacht auf das Vorliegen eines Pyoderma gangraenosum geäußert und die Patientin dermatologisch vorgestellt. Hier bestätigte sich die Diagnose.

pdf Fallbericht: Morbus Crohn der Vulva

Seite 180 – 181

Der Morbus Crohn ist eine chronische, entzündlich-granulomatöse Erkrankung, die den gesamten Gastrointestinaltrakt betreffen kann. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, deren Ursache nicht vollständig geklärt ist. Neben Manifestationen im Bereich des Gastrointestinaltrakts kommt es in etwa 35 % der Fälle zu sogenannten extraintestinalen Manifestationen. Diese werden als metastatischer Morbus Crohn bezeichnet und finden sich am häufigsten im Bereich der Gelenke und der Augen. Auch kutane Manifestationen werden beschrieben. Bei Befall des inneren Genitales kommt es besonders häufig zu rekto-vaginalen Fisteln oder auch einer Beteiligung der Ovarien. Der vulväre Morbus Crohn ist eine seltene Entität und daher häufig unterdiagnostiziert und nicht adäquat behandelt.

pdf Nutzen von Diagnostik und Behandlung von GDM in der Frühschwangerschaft und Prävention von Insulintherapie

Aus der Sektion Diabetes/Adipositas der AGG
Seite 182 – 188

Zwei neu veröffentlichte randomisierte Studien zum Gestationsdiabetes (GDM) haben wichtige gesundheitspolitische Aspekte hervorgehoben. Die TOBOGM-Studie untersucht erstmals den Nutzen der Diagnose von Glukosestoffwechselstörungen und Interventionen in der Frühschwangerschaft. Die aktuelle AWMF-Leitlinie (AWMF 057/008) empfiehlt das Frühscreening im 1. Trimenon bei Diabetes- oder GDM-Risiko. − Der irische EMERGE-Trial von Fidelma Dunne untersucht, ob die hochdosierte Metformin-Einnahme direkt nach Diagnosestellung die Rate der Insulintherapien senken kann. Diese Studien werden im Folgenden im Kontext unserer Versorgungssituation und -struktur vorgestellt und kritisch diskutiert.

Fortbildung + Kongress

pdf Fallbericht: Diagnostik und Therapie des Growing-Teratoma-Syndroms

Seite 190 – 192

Das „Growing-Teratoma-Syndrom“ ist eine teratomartige Erkrankung, die sich ausschließlich nach adjuvanter Chemotherapie bei Vorliegen eines unreifen Teratoms entwickelt. Es ist charakterisiert durch den Nachweis von ausschließlich reifen Teratomzellen und tritt bei bis zu 19 % der Patientinnen nach zytostatischer Behandlung eines unreifen Teratoms des Ovars auf. Die Behandlung besteht in der möglichst radikalen Entfernung aller (zumeist intraabdominalen) Herde, die Prognose ist dann sehr gut. Eine systemische Therapie ist nicht erforderlich.

pdf Fallbericht: Eilige Sectio in Intubationsnarkose bei Zustand nach maternaler Gastroschisis

Seite 193 – 195

Eine Schwangere, die mit einer Gastroschisis geboren und seither vielfach operiert worden war, wurde notfallmäßig in den Kreißsaal aufgenommen. Es ergab sich eine komplexe operative und geburtshilfliche Situation, die das Team im Kreißsaal vor einige Herausforderungen stellte.

pdf Neue Perspektiven in der Therapie des Endometriumkarzinoms

Seite 196 – 199

Mit etwa 11.000 Neuerkrankungen jährlich stellt das Endometriumkarzinom die häufigste Krebserkrankung in der gynäkologischen Onkologie dar. Grundsätzlich ist die Prognose dieser Erkrankung im Vergleich zu anderen gynäkologischen Malignomen mit einer Fünfjahres-Überlebensrate von etwa 80 % günstig, allerdings gründet sich dies vorwiegend auf eine frühzeitige Diagnose der Erkrankung im Rahmen der Abklärung einer postmenopausalen Blutung. In fortgeschrittenen Stadien ist die Prognose hingegen schlecht mit einer FünfjahresÜberlebensrate im Stadium III und IV von lediglich knapp 20 % und es besteht dringender Bedarf an neuen, effektiven Therapien. Im Folgenden werden neue Entwicklungen in Diagnostik, operativer und adjuvanter Therapie vorgestellt.

pdf Serie: Hormonsprechstunde

Seite 200 – 202

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

pdf Neue STIKO-Empfehlungen veröffentlicht

Seite 204 – 205

Die STIKO hat am 25. Januar 2024 in Ausgabe 4/2024 des Epidemiologischen Bulletins die geänderten und ergänzten Empfehlungen zu Schutzimpfungen veröffentlicht. Für die gynäkologischen Praxen ergeben sich dieses Mal einige inhaltliche Änderungen und Ergänzungen zu den bisherigen Empfehlungen.

pdf Serie: Sexualsprechstunde

Seite 206 – 207

Sie kennen das: In Ihrer gynäkologischen Sprechstunde sind Sie plötzlich mit einem Fall zur Sexualmedizin konfrontiert, bei dem Sie aktuell überfragt oder unsicher sind, wie Sie reagieren sollen. Fallbeispiele aus der Praxis können helfen, in einer ähnlichen Situation für die Patientin eine gute Lösung zu finden. Mit den in unserer Serie vorgestellten Fällen zeigen fachkundige KollegInnen und ExpertInnen Lösungswege auf, die eine angemesse Gesprächsführung ebenso wie eine optimale Therapieplanung ermöglichen.

pdf Warum brauchen Säuglinge zusätzlich Vitamin D?

Nachgefragt beim Netzwerk Gesund ins Leben
Seite 208 – 209

Jeder Säugling braucht ab der Geburt zusätzlich zur Ernährung ein Vitamin-D-Präparat. Es ist insbesondere für die Knochengesundheit wichtig. Doch wie lange und in welcher Menge und Form sollte die Supplementierung erfolgen?

pdf Neu aufgelegte Online-Fortbildungen für die gynäkologische Praxis

Seite 210

Im Rahmen ihres bewährten ELearning-Konzepts veröffentlicht die FortbildungsAkademie-im Netz fachspezifische und interdisziplinäre Lernmodule für Frauenärztinnen und Frauenärzte.

Die DGGG informiert

pdf Erfolgsbilanz zum siebten Geburtstag: Bereits elf S3-Leitlinien finanziert

Seite 212 – 213

„Wir freuen uns sehr, dass sich die Deutsche Stiftung Frauengesundheit als wichtige Säule in der Frauengesundheit in Deutschland etabliert hat. So konnten wir bereits elf neue S3-Leitlinien ganz oder anteilig über die Stiftung finanzieren“ erklärt Prof. Frank Louwen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Frauengesundheit. „Wir haben die Stiftung vor sieben Jahren gegründet, um die medizinische Versorgung von Frauen zu verbessern und ‚Frauen besser zu behandeln‘ – so unser Stiftungsmotto. Wir brauchen dafür mehr S3-Leitlinien in unserem Fachgebiet“. Daher finanziert die Stiftung die Entwicklung von neuen Leitlinien der höchsten Qualitätsstufe und fokussiert sich auf Bereiche der Frauengesundheit und Geburtshilfe, in denen bisher noch keine einheitlichen Handlungsempfehlungen existieren.

pdf DGGG für Integration, Toleranz und Humanität

Seite 214

Berlin, im Februar 2024 – Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) ruft alle gesellschaftlichen Gruppen und jede einzelne in Deutschland lebende Person zu Toleranz, Humanität und Integration auf, um eine gerechte, demokratische, weltoffene und friedlich streitende Gesellschaft in Deutschlands zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die DGGG e. V. als wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaft setzt sich für die uneingeschränkte Achtung der Menschenwürde und den Respekt für jeden Menschen ein.

pdf Aktiv unsere Zukunft mitgestalten

Wahlaufruf Junges Forum der DGGG
Seite 214

Wie bereits 2022 wird der Arbeitskreis (AK) Junges Forum der DGGG die kommende Wahl der Sprecherin und des Sprechers per Briefwahl organisieren.

pdf S2k-Leitlinie zur vaginal-operativen Geburtshilfe veröffentlicht

Seite 215 – 216

Die AWMF-Leitlinie zur vaginal-operativen Geburtshilfe behandelt eine der häufigsten geburtshilflichen Interventionen. Dargelegt werden Empfehlungen, die als Grundlage und Rückhalt für die indikationsgerechte Entscheidung zur sowie Durchführung der vaginaloperativen Geburt dienen sollen.

pdf Erste Leitlinie zu nicht-hormoneller Verhütung erschienen

Seite 216 – 217

Die neue AWMF-Leitlinie zur nicht-hormonellen Empfängnisverhütung (Kontrazeption) beinhaltet Empfehlungen, die sich an aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft orientieren. Die Anwendung und Effektivität nicht-hormoneller Verhütungsmethoden wird ausführlich diskutiert, um Patientinnen und Patienten sowie Paaren eine bestmögliche Beratung zu ermöglichen.