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FRAUENARZT 04/24

Dokumente

Editorial

IUSPLUS

pdf Fernbefundung

Seite 234

Eine am 9. 7. 1979 geborene Italienerin gebar am 13. 11. 2011 ihren Sohn. Seit 2008 befand sie sich in gynäkologischer Betreuung eines niedergelassenen Frauenarztes in einer deutschen Hansestadt, der ab dem 29. 3. 2011 auch die Betreuung der Schwangerschaft übernahm. Am 5. 10. 2011 wurde u. a. ein CTG geschrieben, das mit einer Dezeleration eine Auffälligkeit zeigte. Bei Kontrollterminen am 7. 10. und 20. 10. war das CTG jeweils unauffällig. Am 3. 11. erfolgte eine weitere Kontrolluntersuchung, in deren Verlauf der Frauenarzt darauf hinwies, dass er die nächste Woche in Urlaub sei. Dann wird der Sachverhalt spannend.

Diagnostik + Therapie

pdf ERAS und Fragilität in der gynäkologischen Onkologie

Aktuelle Empfehlungen zur Implementierung von ERAS-Protokollen bei fragilen Patientinnen und Patienten
Seite 236 – 239

In der gynäkologischen Onkologie treten im Rahmen ausgedehnter Operationen häufig postoperative Komplikationen auf (1–3). Dabei variiert deren Häufigkeit je nach Art und Komplexität des Eingriffs, dem Allgemeinstatus der PatientInnen und dem perioperativen Management. Das übergeordnete Ziel ist es, durch eine Integration des multimodalen Fragilitätsbegriffs und der ERAS-Protokolle in die perioperative Betreuung von PatientInnen das Outcome vor allem betagterer Krebserkrankter zu verbessern.

pdf Fallbericht: Primärer Vaginalstein

Seite 240 – 241

Mit den funktionellen Folgen einer über Jahrzehnte progressiven schmerzfreien Veränderung an der Vulva kam die Patientin offensichtlich anpassungsfähig und gut zurecht. Ärztliche Hilfe wurde nicht in Anspruch genommen. Erst zunehmend ungewöhnliche Störungen beim Wasserlassen veranlassten die Patientin, einen Gynäkologen aufzusuchen. Die weitere Abklärung ergab dann eine fast vollständige Synechie der kleinen Labien, deren Ursache aber retrospektiv unklar blieb. Die Verwachsung konnte problemlos gelöst werden, wobei sich intraoperativ ein überraschender Befund zeigte.

pdf Diagnostik und Therapie der fetalen Wachstumsrestriktion

Seite 242 – 247

Die fetale Wachstumsrestriktion (FGR, fetal growth restriction) ist eine komplexe Schwangerschaftskomplikation. Das optimale Management und Timing der Geburt betroffener Kinder ist ebenso herausfordernd wie die eigentliche Definition, Ätiologie und Festlegung diagnostischer Kriterien. Die aktuell vorliegende S2k-Leitline „Intrauterine Wachstumsrestriktion“ stellt eine systematisch entwickelte Handlungsempfehlung der FGR dar und befindet sich derzeit in Überarbeitung. Ziel dieser Arbeit ist es, spezielle Aspekte von Diagnostik und Therapie der FGR aus Sicht der Sektion „Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen und Fetale Wachstumsrestriktion“ (HES / FGR) der AGG e. V. in der DGGG e. V. zu beleuchten.

pdf Aktueller Stand der Tokolyse

Indikation und Wahl des Tokolytikums
Seite 248 – 254

Die Tokolyse ist eine der häufigsten Maßnahmen in der Geburtshilfe und unverzichtbar in der Behandlung der drohenden Frühgeburt. Die Indikationen sind in aktuellen Leitlinien uneinheitlich. Bisher nicht geklärt ist auch, welches Tokolytikum im Hinblick auf Effizienz, Sicherheitsprofil und Kosteneffektivität am geeignetsten ist. In der folgenden Übersicht sind der aktuelle Wissensstand und Empfehlungen aus Leitlinien zu diesen Themen dargestellt.

Fortbildung + Kongress

pdf Fallbericht: Interstitielle und intramurale Gravidität bei derselben Patientin innerhalb von 15 Monaten

Seite 257 – 259

Diagnostisch ist es nicht immer einfach, eine interstitielle oder cornuale ektope Schwangerschaft von einer intramuralen Schwangerschaft zu unterscheiden. Eine gute frühe Diagnose hilft, die geeignete konservative oder operative Therapie und deren Effizienz mit der Patientin zu besprechen.

pdf Serie Impfpraxis

Seite 260 – 261

In der Praxis des Impfarztes hat sich gezeigt, dass oft kleine Fragestellungen und Unsicherheiten im Umgang mit Impfungen zu unnötigen Verzögerungen im Praxisablauf führen. Häufig sind es Fragen, an die man vorher gar nicht gedacht hat, die einem unvorbereitet im vollen Praxisbetrieb begegnen, wo keine Möglichkeit zur schnellen Beantwortung besteht oder keine Zeit zum eigenen Quellenstudium verfügbar ist. In solchen Fällen ist Rat durch fachkundige Kollegen hilfreich. Die AG Impfen des BVF bietet Kollegen deshalb eine Beratung zu Impffragen über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Fragen von allgemeinem Interesse werden in regelmäßiger Folge im FRAUENARZT authentisch und anonymisiert veröffentlicht. Die AG Impfen möchte so dazu beitragen, dass sich immer mehr gynäkologische Praxen zu Impfkompetenzzentren entwickeln.

Kommentar

pdf Impfen heute und morgen

Seite 262 – 266

Eine zu geringe Impfquote entsteht u. a., wo die Krankheiten, gegen die wir impfen, kaum noch bekannt sind; auch in Lebensphasen, in denen kurzzeitig viele Impfungen nötig werden. − Die modernen Influenza-Impfstoffe schützen auch Herz und Gefäße. Hepatitis wird auch sexuell übertragen, diese Impfung sollte deshalb allen sexuell aktiven Erwachsenen angeboten werden. − Der bekannte gelbe Impfpass der WHO ist auch im Zeitalter der Digitalisierung weiterhin unverzichtbar.

Fortbildung + Kongress

pdf Ein neuer GnRH-Antagonist zur Behandlung in der Myomtherapie Aktuelle Datenlage

Seite 268 – 273

Mit Linzagolix wurde für die Behandlung mäßiger bis starker Symptome von Uterusmyomen bei erwachsenen Frauen im gebärfähigen Alter ein weiterer GnRH-Antagonist entwickelt. Neu ist die Möglichkeit mit unterschiedlichen Dosierungen zu arbeiten, was das Indikationsfeld erweitert.

pdf Serie Hormonsprechstunde

Seite 274 – 277

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuell es Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

Leserbriefe

pdf Leserbriefdiskussion zum Beitrag „Neonatale Plexusparese ohne Schulterdystokie – unvorhersehbar und unvermeidbar “

Seite 278 – 281

Leserbrief von Thomas Hitschold zum Beitrag: „Neonatale Plexusparese ohne Schulterdystokie – unvorhersehbar und unvermeidbar “ von Alexander T. Teichmann und Klaus Vetter, erschienen in FRAUENARZT 10/2023, S. 646–650 und Antwort zum Leserbrief der Autoren Alexander Teichmann und Klaus Vetter des Beitrags.

pdf Leserbrief zum Beitrag „Empfehlungen zur Hormontherapie mit Estrogenen und Gestagenen in der Peri- und Postmenopause“

Seite 282

Leserbrief von Dr. Harald Walter zum Beitrag „Empfehlungen zur Hormontherapie mit Estrogenen und Gestagenen in der Peri- und Postmenopause (71. Arbeitstreffen des Zürcher Gesprächskreises November 2023), erschienen in FRAUENARZT 1/2024, S. 46–48

Das GBCOG informiert

pdf Was jetzt akut für die Frauengesundheit getan werden muss

Seite 287 – 288

Medizinische Fachverbände rund um die Frauengesundheit fordern in einem gemeinsamen Positionspapier zu Maßnahmen auf, die aufgrund des Einflusses des Klimawandels ergriffen werden sollten, um nötige Transformationsprozesse im Gesundheitswesen einzuleiten. Nur so könne das Wohl der Patientinnen und ihrer Kinder hierzulande langfristig gewährleistet werden. Das Positionspapier wurde anlässlich des Internationalen Frauentags in Berlin an die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus, übergeben.

Die DGGG informiert

pdf Nachhaltigkeit in Gynäkologie und Geburtshilfe

Seite 289 – 290

Die DGGG e. V. sieht die dringende Notwendigkeit, aber auch die Chance, sich im Bereich Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen und Planetary Health zu engagieren und hat dazu die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der DGGG e. V. ins Leben gerufen.