Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) setzt im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs ein klares Zeichen zur Stärkung der Altersmedizin: Mit der neuen Förderrichtlinie „Alter und Krebs“ sollen innovative Forschungsansätze entwickelt werden, die die komplexe Beziehung zwischen Alterungsprozessen und Krebserkrankungen entschlüsseln und die Versorgung älterer Menschen verbessern.
Ein fortgeschrittenes Alter ist nach wie vor der größte Risikofaktor für Krebs: Rund 60 % aller Diagnosen und 70 % der Krebstodesfälle betreffen Menschen über 65 Jahre. Angesichts des demografischen Wandels steigt die Zahl älterer Patientinnen und Patienten weiter an. Die neue Fördermaßnahme soll daher Strategien für Prävention, Diagnostik und Therapie entwickeln, um die Lebensqualität mit Krebs im Alter zu verbessern und die Lebensspanne zu verlängern.
Die Förderrichtlinie adressiert vier zentrale Handlungsfelder: Im Fokus stehen die Entschlüsselung molekularer Zusammenhänge zwischen Alterungsprozessen und Krebsentstehung (biologische Grundlagen), die Entwicklung von Strategien für ein gesundes Altern ohne Krebs sowie für die Krebsprävention im Alter (Prävention), die Verbesserung onkologischer Therapien für ältere Menschen durch Berücksichtigung altersbedingter biologischer Prozesse, die den Therapieerfolg beeinflussen (Therapie) sowie die Analyse ethischer, rechtlicher und sozialer Implikationen, um eine bedarfs- und sozialgerechte Versorgung sicherzustellen (Ethik und Gesellschaft).
Quelle: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt









