Eine Chlamydien-Infektion ist die häufigste sexuell übertragbare bakterielle Erkrankung und birgt unbehandelt bei jungen Frauen die Gefahr einer Unfruchtbarkeit. Doch das Angebot eines kostenlosen Chlamydien-Screenings wird von ihnen nicht ausreichend in Anspruch genommen. Ein Bonner Forschungsprojekt zu Vorsorgeuntersuchung soll Früherkennung und frühzeitige Behandlung fördern.
Im Projekt „FemScreen-CT – Multidimensionale Analyse des Chlamydien-Tests für Frauen von 16 bis 25 Jahren“ untersucht die Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Bonn (UKB) gemeinsam mit dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHPH) am UKB jetzt spezifische Faktoren, welche die Screeningbereitschaft beeinflussen, sowie Barrieren, die bisher eine flächendeckende Durchführung des Screenings in Deutschland verhindern. Ziel ist es, langfristig die Inanspruchnahme von Chlamydien-Tests effektiv zu erhöhen und gleichzeitig Neuinfektionen durch Unterbrechung von Infektionsketten zu verhindern. Das Projekt wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zwei Jahre mit 1 Million Euro gefördert.
In dem Forschungsprojekt werden bundesweit dafür sexuell aktive Frauen im Alter von 16 bis 25 Jahren zu ihren Einstellungen und ihrem Wissen über Chlamydien sowie über das bestehende Testangebot anonym befragt. Auch die Perspektive niedergelassener FrauenärztInnen wird durch eine Befragung zum Screening-Angebot erfasst.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft









