Frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Olivenöl, Haferflocken, Fisch und Hähnchen arrangiert auf einem Tisch – Fokus auf gesunde und ausgewogene Ernährung.

S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ aktualisiert: Keine Empfehlungen für Krebsdiäten

Die im Leitlinienprogramm Onkologie aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. Sogenannte Krebsdiäten und Fastenprogramme sind nicht geeignet, betonen die an der Leitlinie beteiligten Fachgesellschaften. Studien zeigen keinen Nutzen, aber ein hohes Risiko für Mangelernährung – was bei Krebspatienten zum Tod führen kann.

Schwangerschaft als „Frühwarnsystem“ für die Herzgesundheit

Eine Schwangerschaft stellt für den Körper von Frauen eine besondere Belastung dar – und kann damit frühe Hinweise auf die spätere Herz-Kreislauf-Gesundheit liefern. Das zeigen Forschende des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit dänischen Kollegen in einer aktuellen Studie. Sie untersuchten das Blut von über 2.000 schwangeren Frauen und verknüpften die Ergebnisse mit Gesundheitsdaten aus rund zwölf Jahren Nachbeobachtung. Dabei zeigte sich: Frauen mit erhöhten Werten eines bestimmten Blutmarkers entwickelten später häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzschwäche – auch dann, wenn sie zuvor als herzgesund galten.

Frau mit rosa Kopftuch sitzt an einem Schreibtisch vor einem Laptop, Blick aus dem Fenster in heller Umgebung.

Neue Förderrichtlinie „Alter und Krebs“

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) setzt im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs ein klares Zeichen zur Stärkung der Altersmedizin: Mit der neuen Förderrichtlinie „Alter und Krebs“ sollen innovative Forschungsansätze entwickelt werden, die die komplexe Beziehung zwischen Alterungsprozessen und Krebserkrankungen entschlüsseln und die Versorgung älterer Menschen verbessern.

Schwangere Frau formt mit ihren Händen ein Herz über ihrem Babybauch – Symbol für Liebe und Vorfreude auf die Geburt.

PFAS-Mischung stört Plazentaentwicklung in der Frühschwangerschaft

Per- und Polyfluoralkylsubstan- zen (PFAS) sind weit verbreitete Umweltchemikalien, die mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht werden – insbesondere auch für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder. Forschende des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum Dessau ein 3D-Plazenta-Modell weiterentwickelt, um die Auswirkungen einer realitätsnahen PFAS-Mischung auf die frühe Plazentaentwicklung zu untersuchen.

WHO: Erste globale Leitlinie zur Infertilität

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine umfassende globale Leitlinie zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von Infertilität vorgestellt. Infertilität betrifft laut WHO weltweit etwa jede sechste Person im reproduktiven Alter. Trotz wachsender Nachfrage bleibt der Zugang zu Dia­gnostik und Therapie in vielen Ländern eingeschränkt und ist häufig mit erheblichen finanziellen Belastungen für die Betroffenen verbunden.