Frauen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom hatten in einer großen US-amerikanischen Kohortenstudie ein mehr als vierfach erhöhtes Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen. Die Assoziation bestand auch nach Anpassung an klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren.
Bei Frauen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom (PMOS) war das Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD) deutlich erhöht. Darauf deutet eine retrospektive, longitudinale Kohortenstudie auf Grundlage US-amerikanischer Abrechnungsdaten aus den Jahren 2000 bis 2022 hin. Eingeschlossen wurden 413.450 Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren mit PMOS und ohne vorausgegangene ASCVD. Ihnen wurden im Verhältnis 1:5 insgesamt 2.067.250 Frauen ohne PMOS zugeordnet, die hinsichtlich Alter und Monat der PMOS-Diagnose gematcht wurden.
Der kombinierte Endpunkt umfasste koronare, zerebrovaskuläre und periphere arterielle Erkrankungen. Frauen mit PMOS wiesen zu Studienbeginn häufiger klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren auf. Auch nach deren Berücksichtigung war das ASCVD-Risiko gegenüber der Vergleichsgruppe deutlich erhöht (adjustierte Hazard Ratio 4,40; 95%-Konfidenzintervall 4,23–4,58).
Die Ergebnisse weisen nach Angaben der Autoren auf eine erhöhte Inzidenz atherosklerotischer kardiovaskulärer Ereignisse bei Frauen mit PMOS hin.
Quelle: The Lancet Obstetrics, Gynaecology, & Women’s Health









