Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zieht in ihrem Mid-term Progress Report 2026 eine gemischte Bilanz zu HIV, viraler Hepatitis und sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Zwar wurden nationale Strategien ausgebaut, das Syphilis-Screening in der Schwangerschaft verbessert und die HPV-Impfquoten weltweit leicht gesteigert. Insgesamt sei die Welt aber nicht auf Kurs, die Ziele für 2030 zu erreichen.
Nach Angaben der WHO steigen die STI-Raten in mehreren Ländern und Bevölkerungsgruppen weiter an. Gleichzeitig nimmt die Antibiotikaresistenz bei Gonorrhö zu. Beides erschwere die globale Eindämmung sexuell übertragbarer Infektionen erheblich. Positiv bewertet die WHO, dass Länder ihre politischen Maßnahmen verstärkt und insbesondere das Screening und die Behandlung von Syphilis in der Schwangerschaft verbessert haben. Auch bei der HPV-Impfung wurden moderate Fortschritte verzeichnet. Dennoch sieht die WHO weiterhin erhebliche Lücken. Um HIV, virale Hepatitis und STI bis 2030 als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit zurückzudrängen, seien stärkere Integration der Versorgungsangebote, mehr Innovation und eine engere Einbindung betroffener Communities notwendig.
Quelle: Weltgesundheitsorganisation









