Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 106.000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gegenüber dem Vorjahr mit -0,7 % leicht verringert, liegt im Vergleich zu 2015 jedoch um 6,5 % höher.
2025 wurden erstmals die meisten Schwangerschaftsabbrüche (45 %) mit dem Medikament Mifegyne durchgeführt, gefolgt von der Absaugmethode (Vakuumaspiration) mit 43 %, die bis 2024 am häufigsten angewandt wurde. 2015 lag der Anteil medikamentöser Abbrüche noch bei 19 % (+28.800 Fälle). Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, davon rund 86 % in Arztpraxen beziehungsweise OP-Zentren und 12 % ambulant im Krankenhaus. Ambulante Strukturen sind also der wichtigste Versorgungszweig.
Die Gesamtzahl der Schwangerschaftsabbrüche ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, liegt aber weiterhin über dem Niveau der Jahre 2014 bis 2020. Aus der Statistik lassen sich keine persönlichen Entscheidungsgründe ableiten. Veränderungen betreffen vor allem die Struktur, etwa den Zeitpunkt der Abbrüche und die gewählte Methode, nicht primär die Gesamtzahl. Schwangerschaftsabbrüche erfolgen in einer persönlichen Konfliktsituation und erfordern eine qualifizierte frauenärztliche Begleitung sowie eine verlässliche Beratung.
Auf Presseanfrage der dpa vom 28.04.2026 ordnete der BVF den Anstieg der medikamentösen Abbrüche ein. Dies lesen Sie auf der BVF-Webseite.









