Arzt betrachtet Mammografie-Bilder auf Monitoren

Falsch-positives Mammogramm schmälert künftige Screeningadhärenz

Frauen, die beim Mammografiescreening schon einmal ein falschpositives Ergebnis hatten, nehmen mit geringerer Wahrscheinlichkeit an erneuten Screeninguntersuchungen teil, insbesondere wenn ihnen eine kurzfristige Kontrolle oder eine Biopsie empfohlen wurde. Das zeigt eine in Annals of Internal Medicine (2024) erschienene Studie. „Falsch-positive Resultate sind häufig, speziell bei jüngeren Frauen. 10–12 % der Mammografien im Alter von 40–49 Jahren fallen falsch-positiv aus“, schreiben die Studienautoren um Diana L. Miglioretti vom…

Baby beim Stillen an der Brust

Stillen nach BRCA-positivem Brustkrebs ohne erhöhtes Rezidivrisiko

Frauen können auch nach einer Brustkrebsbehandlung stillen. In zwei Studien mit mehreren Tausend Teilnehmerinnen, die auf dem diesjährigen Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) vorgestellt wurden, konnte kein erhöhtes Risiko für ein Rezidiv oder für die Entwicklung neuer Brustkrebserkrankungen gezeigt werden.  Dies galt auch für Frauen mit einer Keimbahnmutation, bei denen weiterhin ein erhöhtes Risiko für einen zweiten Brustkrebs in der anderen Brust besteht. Da Brustkrebs…

Tablet mit Anzeige der elektronischen Patientenakte und Stethoskop

KBV bietet umfassende Informationen zur ePA

Zur Vorbereitung auf die elektronische Patientenakte (ePA) ab 2025 stellt die KBV zahlreiche Informationsangebote bereit. Eine neue Auflage der PraxisInfoSpezial enthält Basiswissen rund um die elektronische Patientenakte. Darin wird unter anderem erläutert, welche medizinischen Daten Praxen künftig einpflegen müssen, wie der Zugriff auf die ePA erfolgt und welche Informations und Dokumentationspflichten Ärzte und Psychotherapeuten haben. Auch Fragen, ob eine Einsichtnahme bei jedem Patientenkontakt routinemäßig notwendig ist oder welche Widerspruchsmöglichkeiten Versicherte…

Schwangere Ärztin mit Stethoskop und Tablet im Büro

Chirurginnen gelingt Erfolg für mehr Normalität von Schwangeren am Skalpell

Deutschlands Chirurginnen haben mit dem Konsensuspapier zum Thema „Operative Tätigkeiten in Schwangerschaft und Stillzeit“ einen Meilenstein erreicht. Es bietet umfassende Informationen und Empfehlungen, um schwangere Chirurginnen, aber auch Betriebs- und Arbeitsmediziner, Führungskräfte und Behörden besser zu informieren und zu unterstützen, was letztlich zu einer sichereren Arbeitsumgebung und besseren Karriereperspektiven führt. Denn immer noch wird durch Unsicherheit und Unwissenheit nach dem Motto „Sicher ist sicher“ in vielen Kliniken im Falle einer Schwangerschaft…

Endometriose-Konzept mit Modell des weiblichen Fortpflanzungssystems und Medikamenten

Neuer Verbund „HoPE“ forscht ganzheitlich an Endometriose

Rund 10–15 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von Endometriose betroffen. Ein neues Verbundprojekt, das von der Uni Ulm koordiniert wird, widmet sich der ganzheitlichen und systembiologischen Erforschung der Krankheit und ihrer Ursachen. Im neuen Forschungsverbund HoPE („A Holistic and system-biological approach to understand the biomolecular Pathomechanisms of Endometriosis”, deutsch: „Ein ganzheitlicher und systembiologischer Ansatz zum Verständnis der biomolekularen Pathomechanismen der Endometriose“) wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Charité Berlin,…

Spermium nähert sich einer Eizelle im roten Hintergrund

Genetische Ursachen männlicher Fertilität

Eine aktuelle Studie in Nature Communications beleuchtet die Bedeutung der piwi-interacting RNAs (piRNAs) für die männliche Fruchtbarkeit (DOI: 10.1038/s41467–024–50930–9). Frühere Studien an Mäusen hatten bereits gezeigt, dass piRNAs für die männliche Fertilität essenziell sind. Nun haben Forscher vom Institut für Reproduktionsgenetik der Universität Münster die DNA von über 2.000 unfruchtbaren Männern auf piRNA-Genvarianten untersucht. Sie identifizierten 39 Männer mit Veränderungen in 14 piRNA-Genen, darunter PIWIL1, GTSF1 und DDX4. Interessanterweise unterschieden…

Hand in blauem Handschuh hält HPV-Impfstofffläschchen

Neuer Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs soll auch therapeutisch wirken

Ein neuer Impfstoff gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) soll vor allem in Entwicklungsländern dazu beitragen, die Rate an HPV-Impfungen zu steigern. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben dazu ein völlig neues Impfkonzept entwickelt. Die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen die krebserregenden HPV sind gut wirksam, aber mit Einschränkungen verbunden. Sie sind temperaturempfindlich und erfordern daher durchgehend gekühlte Transporte, was in manchen Ländern ein logistisches Problem darstellt. Ihre Produktion ist aufwendig und teuer.…

3D-Darstellung des weiblichen Brustgewebes

Sacituzumab Govitecan verbessert Prognose beim metastasierten Brustkrebs

Erkrankte mit hormonrezeptorpositivem (HR+), humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2-negativem (HER2-) metastasiertem Brustkrebs profitieren von Sacituzumab Govitecan – und zwar unabhängig davon, ob sie zuvor zwei oder mindestens drei vorangegangene Therapielinien erhalten haben. Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Sacituzumab Govitecan richtet sich gegen den Tumor-associated calcium signal transducer 2 (Trop-2) auf der Oberfläche von Krebszellen. Zugelassen ist die Substanz unter anderem für Patientinnen mit vorbehandeltem HR+/HER2- metastasiertem Mammakarzinom. In der Studie TROPiCS-02 erhielten 543 Betroffene…

Frau betrachtet sich im Spiegel, sieht sich schwanger

Mehr Förderung für Kinderwunschbehandlungen

Rheinland-Pfalz weitet die Förderung für die Behandlung bei einem Kinderwunsch aus. Künftig können Paare mit Wohnort in Rheinland-Pfalz auch Behandlungseinrichtungen in einem der angrenzenden Bundesländer in Anspruch nehmen. Ferner werde sich die Förderung auch auf Behandlungen mit Fremdsamen erstrecken. Rheinland-Pfalz fördert seit 2021 Kinderwunschbehandlungen von ungewollt kinderlosen Paaren durch das Programm „Assistierte Reproduktion“. In Kooperation mit dem Bundesfamilienministerium erhalten verheiratete und unverheiratete Paare seither einen Zuschuss zu den Kinderwunschbehandlungen. Zudem werden…

Medizinisches Fachpersonal in blauer Arbeitskleidung tippt auf einem Laptop in einer Praxis oder Klinik – Fokus auf digitale Gesundheitsdokumentation.

Mustervorlage für Praxen zum Hygienemanagement aktualisiert

Die Mustervorlage für einen Hygieneplan in der Arztpraxis wurde aktualisiert. Praxen können sie nutzen, wenn sie ihren eigenen Hygieneplan erstellen oder anpassen. Hygienerelevante Abläufe werden detailliert dargestellt. Die Vorlage berücksichtigt sowohl Patienten- als auch Mitarbeiterschutz. Grund für die Aktualisierung sind unter anderem neue beziehungsweise überarbeitete Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, kurz KRINKO. Auch wurde zwischenzeitlich der Leitfaden „Hygiene in der Arztpraxis“ überarbeitet. Er dient als Grundlage für den Musterhygieneplan…