Frau im Labor untersucht eine Probe unter einem Mikroskop, während ein weiterer Wissenschaftler im Hintergrund arbeitet – Fokus auf Forschung und Laboranalysen.

ECHA empfiehlt reproduktionstoxische Einstufung von Trifluoressigsäure (TFA)

Die EU-Chemikalienbehörde ECHA empfiehlt, Trifluoressigsäure (TFA) als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B einzustufen. Nach Einschätzung des Risikobewertungsausschusses (RAC) bedeutet dies, dass TFA das ungeborene Kind schädigen und möglicherweise die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Zusätzlich spricht sich der Ausschuss dafür aus, die Substanz als persistent, mobil und toxisch sowie als sehr persistent und sehr mobil zu klassifizieren.

Präeklampsie: Erstmals therapeutischer Ansatz erprobt

Für die Behandlung von Prä­eklampsie gibt es bislang keine kausale Therapie. In einer internationalen Pilotstudie unter wesentlicher Beteiligung der Universitäts­-medizin Leipzig ist nun erstmals ein therapeutischer Ansatz erfolgreich an Patientinnen erprobt worden: Eine spezielle Form der Blutwäsche kann das krankheitsauslösende Protein entfernen.

Globale Müttersterblichkeit: Fortschritt verlangsamt sich – verstärkte Anstrengungen zur Erreichung der UN-Entwicklungsziele notwendig

Eine aktuelle Analyse im Rahmen der Global Burden of Disease Study 2023 zeigt: Trotz eines langfristigen Rückgangs der Müttersterblichkeit seit 1990 hat sich der Fortschritt im Zeitalter der UN-Nachhaltigkeitsziele deutlich verlangsamt. Mehr als die Hälfte aller Länder verfehlt das internationale Ziel. Die COVID-19-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft.

FemScreen-CT: Multidimensionale Analyse des Chlamydien-Tests für weibliche Jugendliche und Frauen bis 25 Jahre

Obwohl GKV-Versicherte weibliche Jugendliche und Frauen bis zum 25. Lebensjahr Anspruch auf ein jährliches, kostenfreies Chlamydien-Screening haben, wird dieses Angebot weiterhin unzureichend genutzt. Das vom Universitätsklinikum Bonn1 durchgeführte und vom Innovationsfonds des G-BA2 geförderte Forschungsprojekt FemScreen-CT (Laufzeit zwei Jahre, Fördervolumen ca. 1 Mio. Euro) untersucht systematisch, welche Faktoren die Inanspruchnahme fördern oder hemmen und wie das Angebot in der Praxis gestärkt werden kann.