Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Projekt „TriNova“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Es erforscht neue Ansätze auf Basis Künstlicher Intelligenz, um innovative Therapeutika gegen das Triple-negative Mammakarzinom (TNBC) zu entwickeln.
Weltweit betrifft die Erkrankung 10 bis 20 % aller Brustkrebsfälle, überdurchschnittlich häufig sind jüngere Patientinnen betroffen. Besonders problematisch ist, dass TNBC früh metastasiert sowie ausgeprägte Resistenz gegenüber bestehenden Therapien ausbildet. Das Projekt „TriNova – KI-gestützte Entwicklung neuartiger TNBC-Therapeutika“ will innovative Wirkstoffe gegen TNBC entwickeln.
Im Mittelpunkt stehen Tumorstammzellen. Sie tragen maßgeblich zur Therapieresistenz und Metastasierung bei. In Vorarbeiten identifizierte das Forschungsteam bereits zwei neue molekulare Zielstrukturen, die für Therapien relevant sein können. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die stammzelltypischen Eigenschaften der Tumorzellen abgeschwächt werden können, wenn diese Zielstrukturen gehemmt werden.
TriNova verbindet mehrere zentrale Forschungsfelder der HHU und des UKD miteinander – darunter KI-gestützte Wirkstoffentwicklung, Strukturbiologie, Präzisionsmedizin und translationale Krebsforschung. Das Projekt wird im Rahmen der BMFTR-Förderlinie „Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Wirkstoffforschung“ mit rund 1,59 Millionen Euro gefördert.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft









